{"id":270,"date":"2019-12-11T13:40:35","date_gmt":"2019-12-11T13:40:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rapid-elearning.info\/schnegge\/?page_id=270"},"modified":"2021-04-01T15:09:09","modified_gmt":"2021-04-01T15:09:09","slug":"lichtobjekte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.k-schneggenburger.de\/index.php\/lichtobjekte\/","title":{"rendered":"Lichtobjekte"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\">[vc_row][vc_column][vc_column_text]<strong>Die Lichtobjekte von Kerstin Schneggenburger<\/strong> haben mehrere voneinander unabh\u00e4ngige Bedeutungen: zun\u00e4chst sind sie auch \u00f6kologische Gebrauchskunst von eindeutig praktischem Nutzen im Alltag, denn sie sind mit LED- und Energiesparbirnen ausger\u00fcstet, verbrauchen nur ganz wenig Strom und haben eine nahezu unbegrenzete Lebensdauer und geben durch die handgefertigten Papierschirme sch\u00f6nes warmes, nahezu weihnachtliches Licht.<br \/>\nSie haben aber auch eine psychologische, nahezu sakrale Dimension insofern als das warme Licht zum Tr\u00e4ger der Hoffnung wird. Diese Deutung wird um so sinnf\u00e4lliger als man noch den Charakter des Fahrzeuges oder manchmal auch des Hauses oder Geh\u00e4uses des Objekts mitbedenken mu\u00df. Es sind Barken und Burgen der Hoffnung und des Lichts, die K.S. f\u00fcr uns geschaffen hat.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row content_placement=&#8220;top&#8220; curly_bg_position=&#8220;bg-pos-center-center&#8220; curly_padding=&#8220;content-padding&#8220;][vc_column parallax=&#8220;content-moving&#8220;][vc_single_image image=&#8220;417&#8243; img_size=&#8220;large&#8220; add_caption=&#8220;yes&#8220;][vc_single_image image=&#8220;416&#8243; img_size=&#8220;large&#8220; add_caption=&#8220;yes&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][vc_single_image image=&#8220;415&#8243; img_size=&#8220;large&#8220; alignment=&#8220;right&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]\n<h5>Information zu den Lichtobjekten<\/h5>\n<p><strong>Die Holzfundst\u00fccke<\/strong> werden alle von uns selbst gesammelt. Es sind oft Treibh\u00f6lzer, H\u00f6lzer, die von Bibern benagt wurden, Fachwerkteile, Mooreiche\u2026Biberh\u00f6lzer zeigen an den Enden oder dort wo \u00c4ste waren die Spuren der scharfen Biberz\u00e4hne, die wie ein Bildhauerwerkzeug ins weiche Holz eindringen. Auch dort wo Rinde war sieht man Spuren davon. Meist handelt es sich um Weiden- oder Pappelholz. Die Mooreiche finden wir an der Elbe, sie wird dort Wassereiche genannt. Es handelt sich um B\u00e4ume oder Eichenst\u00fccke, die vor langer Zeit \u00fcbersp\u00fclt wurden und seitdem im Flu\u00dfgrund gelegen haben. Die Gerbs\u00e4ure des Eichenholzes verbindet sich mit Mineralien aus dem Schlamm und das Holz f\u00e4rbt sich im Lauf der Zeit durch und durch schwarz. Es ver\u00e4ndert auch seine Struktur. Ich habe ein Gutachten f\u00fcr einen Baumabschnitt, den das Institut f\u00fcr Dendrochronologie untersucht und dessen F\u00e4llung auf den Zeitraum 1841 B.C. datiert hat. B.C. bedeutet Before Christ.<\/p>\n<p><strong>Das Papier<\/strong> ist von mir gef\u00e4rbt und bearbeitet. Grundlage ist ein Papier f\u00fcr Restaurierungen, es vergilbt nicht, ist alterungsbest\u00e4ndig.<\/p>\n<p><strong>Die Farben<\/strong> sind mit hochlichtechten Pigmenten von mir hergestellt, sie bleichen nicht aus, auch die roten nicht.<\/p>\n<p><strong>Die Metallkonstruktion<\/strong> ist verzinkt.<\/p>\n<p><strong>Die Elektroinstallation<\/strong> besteht aus klassischen Schraubfassungen; so k\u00f6nnen die LEDbirnen leicht ersetzt werden. Die Zuleitung hat Stecker und Schalter.<\/p>\n<p><strong>Langlebigkeit:<\/strong> In einigen Gasth\u00e4usern z.B. den Trebeler Bauernstuben im Wendland, gibt es Lichtobjekte, die dort seit mehr als 12 Jahren t\u00e4glich f\u00fcr die G\u00e4ste leuchten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>Die Scharade des Lichts<\/h5>\n<p>Licht, das durch Blattwerk dringt, oder durch das Perlmutter des Schneckenhauses, die Fl\u00fcgel der Segelschiffe &#8211; durch Schnee &#8211; ist anderes Licht als das, was nackt vom wolkenlosen Himmel glei\u00dft, uns aus Leuchtstoffr\u00f6hren und Scheinwerfern anf\u00e4llt oder als Bogenlampe die Nacht tiefer und schw\u00e4rzer macht.<br \/>\nBei den Arbeiten von K. Schneggenburger handelt es sich um Versuche, das Licht zu rehumanisieren &#8211; und zwar gerade auch das ganz modern technische &#8211; und ihm die alte, immer auch sacral verstandene Bedeutung zur\u00fcck zu geben: als Trostspender, als Umkreis, wo sich Sch\u00f6nheit entfalten kann, als Ziel tastender Irrg\u00e4nge durch undifferenziertes Dunkel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>Zur Schiffssymbolik im Werk von Kerstin Schneggenburger<\/h5>\n<p>Vergebens sucht der analytische Blick nach konstruktionsm\u00e4\u00dfigen Entsprechungen; in den Skulpturen der Seglerin, Tochter eines Schiffbauingenieurs, findet sich keinerlei Andeutung von Rahe, Gangspill oder Takelwerk, dem \u201elaufenden oder stehenden Gut\u201c, wohl aber von den dynamischen Gewalten des Windes und der D\u00fcnung, durch welche die Vorsehung den Fahrzeugen ihr individuelles Schicksal bereitet.<br \/>\nEs sind Schiffe, wie sie im mythologisierenden Denken der Seeleute entstehen: gl\u00fcckhafte, fluchgeschlagene, standhaft aus der Boe sich aufrichtende oder unerkl\u00e4rlich bresthafte, auch uralte, im Stadium langanhaltenden Zerfalls.<br \/>\nDem \u00fcber ein Fundst\u00fcck Holz, einer elektrischen Birne, einer Papiercollage zwischen gebogenen Dr\u00e4hten meditierenden Blick erschlie\u00dft sich ein Einblick in die Bedingtheit (auch Br\u00fcchigkeit) aller Existenz.<br \/>\nDas sind wohl in groben Umrissen die Gr\u00fcnde, weshalb diese kleinen Gebilde von mir und vielen anderen so sehr gesch\u00e4tzt werden.<br \/>\nJosef Waldow, 20.Mai 2014[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]Die Lichtobjekte von Kerstin Schneggenburger haben mehrere voneinander unabh\u00e4ngige Bedeutungen: zun\u00e4chst sind sie auch \u00f6kologische Gebrauchskunst von eindeutig praktischem Nutzen im Alltag, denn sie sind mit LED- und Energiesparbirnen ausger\u00fcstet, verbrauchen nur ganz wenig Strom und haben eine nahezu unbegrenzete Lebensdauer und geben durch die handgefertigten Papierschirme sch\u00f6nes warmes, nahezu weihnachtliches Licht. 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